Häufig gestellte Fragen


Zum Thema „Gärtnern mit Strohballen“ erreichen uns Fragen in Hülle und Fülle. Im Anschluss finden Sie einige, die besonders häufig gestellt werden (und Antworten darauf). Wahrscheinlich werden manche dieser Themen früher oder später auch Sie beschäftigen, egal, ob Sie Anfänger oder ein erfahrener Gärtner sind. Deswegen hoffen wir, dass wir Ihnen mit den Antworten weiterhelfen können und wünschen gutes Gelingen!
Gärtnern mit Strohballen? Zugegeben, das klingt zunächst merkwürdig. „Wachsen die Pflanzen wirklich im Strohballen?“ lautet die Standardfrage, die die meisten Menschen stellen, wenn sie zum ersten Mal davon hören. Es scheint, als seien wir so sehr daran gewöhnt, dass Pflanzen nun mal in der Erde zu wachsen haben, dass es uns schwer fällt, uns einen erdelosen Garten vorzustellen. Aber die Antwort lautet – ja, man pflanzt wirklich direkt ins Stroh. Etwas Wasser, Dünger und Sonnenschein dazu (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge), und schon beginnt das Innere des Strohballens sich zu zersetzen und produziert dabei die notwendigen Nährstoffe, sodass der Garten die schönsten und gesündesten Früchte trägt, die man sich nur wünschen kann. Kein Auflockern, kein Harken, kein Unkraut. Die Methode funktioniert tatsächlich, und sie begeistert immer mehr Menschen.
Es ist schwierig genug einen ertragreichen Garten anzulegen, auch mit ausreichend Platz und gutem Boden. Mit schlechtem Boden, der zu hart, zu trocken oder zu arm an Nährstoffen ist, oder aber ganz ohne Platz für einen Garten, wie zum Beispiel in Städten, scheint dies schier unmöglich. Das Gärtnern mit Strohballen ermöglicht es jedem, wirklich jedem, einen fantastisch gedeihenden Garten anzulegen. Momentan gibt es zwei besonders populäre Trends: Gemüse züchten im Zuge der „Urban Gardening“- Bewegung in den Städten und den Anbau im Pflanzgefäß. Die Strohballen-Gärtnerei kombiniert diese beiden Trends, indem wir Gemüse (und natürlich auch Blumen) im natürlichsten Pflanzkübel der Welt anbauen. Die Ballen sind nämlich Blumentopf und Nährboden in einem. Wenn das Stroh im Inneren der Ballen beginnt, sich zu zersetzen, produziert es dabei genügend Nährstoffe für die ganze Saison. Im Herbst gibt man die Reste einfach auf den Kompost und beginnt im Frühjahr wieder mit frischen Strohballen. Es ist ein ganz natürlicher Kreislauf, der Keller und Speisekammer mit herrlichem, selbst gezüchtetem Gemüse füllt.
Unsere Antwort: Ja! Und genau das ist das Tolle am Gärtnern mit Strohballen. Alles was Sie benötigen ist Stroh, Sonnenschein, Wasser und etwas Dünger – und schon kann es losgehen. Die Strohballen können überall aufgestellt werden. Auf Balkon, Terrasse oder in der Einfahrt, aber natürlich auch in Ihrem Garten. Unabhängig auch vom Klima, ob heiß, trocken, kalt oder regnerisch, solange Sie Zugang zu Wasser und Sonnenlicht haben, ist das Anlegen eines Strohballengartens überall möglich. Es sind keine speziellen Werkzeuge nötig, auch brauchen Sie kein Vorwissen über die Gartenarbeit. Da viele der bekannten Probleme des traditionellen Gärtnerns hier nicht auftauchen, ist diese Methode bestens geeignet für unerfahrene Neulinge im Bereich Gartenarbeit, aber auch für erfahrene Gärtner, die neugierig sind, etwas völlig Neues auszuprobieren. Wir garantieren: Sie werden begeistert sein!
Das Gärtnern mit Strohballen bietet zahlreiche Vorteile für Sie: Viele Arbeiten, wie das Auflockern und Umgraben der Erde oder das Unkrautjäten, fallen weg.

Die erhöhte Pflanzoberfläche erleichtert das Pflanzen ungemein, so ist kein tiefes Bücken oder langes Knien auf der Erde mehr nötig.

Die Strohballengärten lassen sich überall anlegen – auch wenn nur begrenzter Raum zur Verfügung steht.

Unsere Methode ist besonders kostengünstig. Sie benötigen kein Werkzeug, außer einer Gartenkelle. Und sogar der Rest des Strohballens lässt sich am Ende der Saison prima als Kompost verwerten!

Das Gärtnern mit Strohballen und traditioneller Gartenbau im Vergleich:
Merkmale Strohballengarten Herkömmlicher Garten mit Erde Pflanzgefäß/ Hochbeet mit Substrat
75% weniger Arbeit Ja Nein Ja
(nur im ersten Jahr)
Erhöhte Pflanzoberfläche, einfaches Pflanzen Ja Nein Ja
Sehr geringe Einstiegskosten Ja Ja Nein
Unkraut jäten entfällt Ja Nein Ja
(nur im ersten Jahr)
Ertrag über die Saison hinaus Ja Nein Nein
Höhere Keimungsrate Ja Nein Nein
Überwässern möglich Ja Nein Nein
Automatische tägliche Bewässerung möglich Ja Nein Ja
Standort einfach zu verändern Ja Nein Nein
Beugt Frostschäden vor Ja Nein Nein
Keine schwere Gartenarbeit wie Auflockern Ja Nein Nein
Kein anderes Werkzeug als eine Gartenkelle Ja Nein Nein
Verkleinert das Risiko von Insektenbefall Ja Nein Nein
Verkleinert das Risiko von Wildtierschäden Ja Nein Nein
Das ist eine Frage, die sich viele, die darüber nachdenken einen Strohballengarten anzulegen, als erstes stellen. An Strohballen zu kommen gestaltet sich als gar nicht so schwierig, wie von vielen angenommen. Natürlich bietet sich immer die Möglichkeit, bei einem Landwirt in Ihrer Nähe nachzufragen, ob er Strohballen zum Verkauf anbietet. Die Plattform www.heu-stroh-boerse.de wurde gegründet, um Erzeuger und Käufer wieder miteinander in direkten Kontakt zu bringen. Es handelt sich um ein bundesweites Forum für Käufer und Verkäufer, wo Sie nach Anbietern in Ihrem Umkreis suchen können. Viele Landwirte haben auf große runde Ballen umgestellt, da deren Herstellung weniger aufwändig und die Nachfrage nach eckigen Ballen gesunken ist. Es kann aber gut sein, dass manche Bauern Ihnen gerne kleinere Ballen pressen, wenn sie vorher von Ihrem Bedarf wissen.

Im Herbst haben die Gärtnereien und Gartencenter meist Strohballen im Angebot, da das Stroh von vielen Leuten als Dekoration oder als Wärmedämmung für mehrjährige oder nicht ganz winterharte Pflanzen benutzt wird.

Auch über diverse Kleinanzeigenportale ist es möglich, Anbieter von Stroh in Ihrer Nähe zu finden.

Wenn die Strohballen intakt genug sind, um transportiert zu werden, sind sie auch noch gut genug für den Gemüseanbau. Sollte der Zersetzungsprozess schon so weit fortgeschritten sein, dass die Ballen auseinanderfallen, sind sie aber unbrauchbar. Manchmal gibt es relativ günstig Strohballen zu kaufen, die erst kürzlich nass geworden sind – da sollten Sie auf jeden Fall zugreifen. Sie sind für den Landwirt schwerer verkäuflich, sodass Sie bestimmt einen günstigen Preis aushandeln können.
Pflanzen, die etwas Schatten vertragen können, sind zum Beispiel: verschiedene Salate, Kohlköpfe, Koriander, Salbei, Rucola, Asiasalat, Mangold, Blattkohl, Kopfsalat, Mesclun-Salat, Senf, Erbsen und Bohnen, Wurzelgemüse, Frühlingszwiebeln und Spinat. Aber zwei bis fünf Sonnenstunden pro Tag brauchen auch sie. Wenn Sie den ganzen Tag Schatten haben, sollten Sie die Sache vergessen, denn da wird nichts wachsen.
Es ist nicht empfehlenswert, die Holzoberfläche über einen längeren Zeitraum mit den feuchten Strohballen in Kontakt zu bringen. Durch die konstante Feuchtigkeit können sich die Holzbohlen verziehen, und das Holz kann sich wellen und verrotten. Versuchen Sie es mit einer Gummimatte, die Sie im Handel für Landwirtschaftsbedarf bekommen. Diese Gummimatten werden normalerweise als Unterlage in Viehställen benutzt, sind aber für unseren Zweck genau so geeignet. Kunststoffmatten funktionieren nicht so gut wie Gummimatten. Diese haben oft einen Profilboden, der die Drainage und die Luftzirkulation gewährleistet